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24.11.2018

Als Christ in der Verantwortung – Menschenhandel in Deutschland

Vortragsveranstaltung und Diskussion mit Frank Heinrich M.d.B. (CDU)

Am 24.11.2018 fand im evangelischen Gemeindehaus eine Veranstaltung zu dem Thema „Als Christ in der Verantwortung – Menschenhandel in Deutschland“ statt. Veranstalter dieses Abends waren die Evangelische Kirchengemeinde Ruit, der Württembergische Christusbund Ruit und der Evangelische Arbeitskreis der CDU, Kreis Esslingen.
Zu diesem Thema sprach Frank Heinrich, M.d.B. (CDU). Er arbeitet im Bundestag im Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe. Als ehemaliger Leiter der Heilsarmee Chemnitz und derzeitiger Vorsitzender des Bündnisses „Gemeinsam gegen Menschenhandel e.V.“ ist er ein ausgewiesener Experte zu diesem Thema.
Diese Problematik wird in der öffentlichen Diskussion weitgehend ignoriert. So gilt Stuttgart derzeit als ein Hauptumschlagsplatz für Menschenhandel in Europa. Heinrich skizzierte zunächst die rechtliche Situation der betroffenen (meistens) Frauen. Er wies darauf hin, dass nur ungefähr 10% der Prostituierten die Tätigkeit freiwillig ausführten. Die anderen 90% der Frauen prostituieren sich unter Zwang, sei er wirtschaftlich, sei es durch Erpressung oder durch massive körperliche Bedrohung. Fast 80% der offiziell registrierten Prostituierten (Polizeistatistik / StN 18.04.2018) sind Ausländerinnen, die oft mit falschen Versprechungen ins Land gelockt werden, wo sie ihren Zuhältern ausgeliefert sind.
Dann zeigte Heinrich auf, wie der ganz normale Bürger gegen Menschenhandel vorgehen kann. Dabei ermutigte er die Zuhörer, offen mit der Problematik umzugehen. Auch in Stuttgart helfen verschiedene christliche Organisationen, wie z.B. „Esther Ministries Stuttgart e.V.“ oder das „HoffnungsHaus“. Gerade Christen sind hier aufgefordert, zum einen für unser Land und für die betroffenen Menschen, für die Sozialarbeiter zu beten und sie zu begleiten.
Außerdem sollen sie in Diskussionen und im Gespräch mit den Mitmenschen eine Sensibilisierung ermöglichen und kritisch hinschauen.
Dann ist es wichtig, unsere politischen Amtsträger und Volksvertreter konstruktiv kritisch zu begleiten und einzufordern, dass dieser Missstand eingedämmt wird.
Die Betroffenheit zahlreicher Besucher zeigte sich auch in den anschließenden Gesprächen an den Tischen. Die Veranstalter waren sich einig, dass genau die Christen es sind, die hier den Finger in die Wunde legen sollten. Wir alle tragen Verantwortung und wir sollten eine Sensibilisierung für diese Missstände herbeiführen.

(Annette Sikeler)

 
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