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Früherer Ministerpräsident Dr.
Günther Beckstein sprach beim
Evangelischen Arbeitskreis der
CDU/CSU Kreisverband Esslingen, der
Christlich-Demokratischen
Arbeitnehmerschaft Kreisverband
Esslingen (CDA), der CDA
Bezirksverband Nordwürttemberg und
dem CDU Stadtverband Wendlingen
Vizepräsident der EKD Synode Dr.
Günther Beckstein fordert Ausweisung
und Abschiebung von
Integrationsunwilligen
Einen
Tag, bevor sich der Amoklauf von Tim
K., der in Winnenden begann und in
Wendlingen endete, jährte, sprach
der frühere bayerische
Ministerpräsident Dr. Günther
Beckstein am 10. März 2010 auf
Einladung der
Christlich-Demokratischen
Arbeitnehmerschaft Kreisverband
Esslingen und Bezirksverband
Nordwürttemberg, des CDU
Stadtverbands Wendlingen und des
Evangelischen Arbeitskreises der
CDU/CSU Kreisverband Esslingen in
Wendlingen im „Treffpunkt
Stadtmitte“ zum Thema Jugendgewalt
und zu anderen aktuellen Themen.
Armin Knab, Vorsitzender des CDU
Stadtverbands Wendlingen, sagte in
seiner Begrüßung, dass die Zahl der
Straftaten im Bereich der
Jugendgewalt zurückgehe, die
Jugendgewalt aber immer brutaler
werde. Peter Schuster vom
Evangelischen Arbeitskreis der
CDU/CSU erinnerte an den Amoklauf
und forderte eine stärkere
Orientierung an Luthers Zwei-Reiche
Lehre. Nach Luthers
Zwei-Reiche-Lehre hat der Staat für
Recht und Ordnung zu sorgen. Die
Kirche solle den Menschen Werte und
Glaubensinhalte vermitteln Auch der
Überfall der Black Jackets, eine von
jungen Türken gegründete, der
organisierten
Jugendbandenkriminalität
zuzurechnende Gruppe, auf eine
andere Gruppe von Jugendlichen in
Esslingen mit Baseballschlägern und
Eisenstangen habe viele Menschen
entsetzt, stellte Peter Schuster
fest. Susanne Merz, Lehrerin aus dem
Kreis Rems-Murr, die sich beim
christlichen Sportbund „SRS - für
Menschen - für Sport - für Gott“
engagiert, berichtete, wie der
Amoklauf das Remstal veränderte und
sensibilisierte. Susanne Merz
gestaltete das Rahmenprogramm des
Abends mit einer Tanzgruppe. In
seinem Hauptreferat betonte Dr.
Günther Beckstein, der seit Ende
letzten Jahres auch Vizepräsident
der Synode der Evangelischen Kirche
in Deutschland (EKD) ist, dass
angesichts solcher Gewalttaten die
Gesellschaft herausgefordert sei, zu
fragen, „wohin wir gehen wollen.“
Die grenzüberschreitende Gewalt
erfordere Antworten. Eine der
Antworten sieht der frühere
bayerische Innenminister in
schnellen und gerechten Strafen.
Nicht immer sei die milde Strafe
eine gerechte Strafe. Milde Strafen
in Form von Bewährungsstrafen, die
bei Gewalttaten ausgesprochen
werden, würden von den Tätern oft
als Freispruch verstanden. Milde
Strafen vermittelten oft den
Eindruck, als ob der Staat nicht
reagiere. Eine Strafe müsse der
Schwere der Straftat und dem
Schutzbedürfnis der Allgemeinheit
gerecht werden, konstatierte der
frühere bayerische
Ministerpräsident. Beckstein
forderte, bei Heranwachsenden nicht
das Jugendstrafrecht, sondern das
Erwachsenenstrafrecht anzuwenden.
Unter anderem begrüßte Beckstein,
dass die nachträgliche
Sicherheitsverwahrung auch bei
Jugendlichen anwendbar sei. Er trat
für ein absolutes Verbot vom
Computerkillerspielen ein. Der
Vizepräsident der EKD Synode
plädierte darüber hinaus für mehr
christliche Wertevermittlung durch
Eltern, Lehrer Gesellschaft und
Kirchen. Wichtig sei das Vorbild des
Einzelnen. Die christlichen
Grundwerte gelte es einzufordern,
auch von denen, die aus dem Ausland
zu uns kommen. Wer hier lebe, habe
die auf christlichen Werten
gründende Leitkultur zu achten und
zu respektieren. Wer das nicht tue
soll Deutschland wieder verlassen.
Und wenn diese das nicht freiwillig
tun, solle der Staat sie ausweisen
und abschieben, sagte Beckstein
unter dem Beifall der 150 Zuhörer.
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Von
links Apostolos Milionis, Peter
Schuster, Dr. Günther Beckstein,
Frank Schreiter, Anette Sikeler,
Armin Knab, Vorsitzender des CDU
Stadtverbands Wendlingen, Karl
Zimmermann MdL. |
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